Qigong des Lichtes

CEZAR CULDA

 

            Wie könnt Ihr am besten das Licht erkennen? Ich schlage vor die Augen kurz zu schließen, für einige Momente zu entspannen; vergesst die Tagesprobleme, entspannt die Stirn, atmet einige Male tief durch, sagt Euch gedanklich „ruhig – entspannt“ vor. Erlaubt das sich die Aufmerksamkeit auf natürliche Weise auf den Bereich zwischen den Augenbrauen hinter der Stirn zurichtet. Dann sagt Euch das Wort „das Licht“ 3-mal innerlich vor. Ihr könnt ebenfalls an ein weißes, strahlendes Licht denken. Es ist, als ob das ganze Universum aus Licht bestehen würde, als ob alles Licht wäre.

            Beobachtet den Zustand, der dabei entsteht. Er ähnelt sicher nicht dem Zustand, der bei einer U-Bahn oder Busfahrt entsteht, oder was man fühlt, wenn man zum Finanzamt geht. Es ist eher ein befreiendes Gefühl, frei von Sorgen oder Spannungen. Die Glücklichen werden sogar mit dem Glücklichsein experimentieren. Einstein führte uns durch seine Relativitätstheorie in das Licht ein. Er hatte mathematisch nachgewiesen, dass das Licht – im Verhältnis zu den menschlichen Grenzen – die einzige konstante Größe in einem sich ständig veränderten Universum ist.

            Für die Qigong Übenden ist das Licht ein Schlüssel, welcher die „Pforte“ der inneren Erkenntnis, wie auch zu einer guten Gesundheit öffnet.

Es gibt viele Qigongschulen, die Techniken, die das Licht anwenden, benutzen, um auf die energetische und stoffliche Struktur einzuwirken. Sogar der Weg des traditionellen Qigongs beginnt mit der Aktivierung des Zentrums, das sich auf der Stirnebene befindet (auch das Haus des Ursprungs genannt), dessen Haupteigenschaft die Herberge des inneren Lichtes ist.

 

             Die TCM und das Licht

           

            In der TCM spricht man von den oberflächlichen Aspekten (welche mit dem Terminus „Yang“ beschrieben werden) und den tieferen Aspekten (die Inneren, für welche das Wort „Yin“ verwendet wird). Für den menschlichen Körper hat der Oberflächenteil (Yang) drei Aspekte: der Körper als Ganzes, die Systeme des Körpers (Blutkreislauf, Atmungssystem, Immunsystem, das Hormonsystem, usw.), die Zellen. Der Yin-Teil hat ebenfalls drei Komponenten: die Meridiane, entlang derer die Energie zirkuliert, das Licht und das Strahlen des Lichtes.

            Die Ungleichgewichte und die Krankheit haben ihren Ursprung in der Beeinträchtigung der Lichtstruktur, dann weiter, in der Störung der Meridianfunktion, bis es zur Störung der Zellenfunktion kommt. Es ist ein Punkt erreicht, an dem die klassische Medizin eingreifen kann, in dem diese einige Unregelmäßigkeiten der Physiologie entdeckt. Wenn hier nichts unternommen wird um diese Störungen zu beseitigen, werden die Körpersysteme nach und nach negativ beeinträchtigt. Zum Schluss werden wir ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem feststellen, welches uns bei der Fortführung der alltäglichen Aktivität hindert. Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir sagen: „Ich bin krank“.

            Um zu dem Gesundheitszustand zurückzukehren, fangen wir an die Lichtstruktur des Körpers zu verändern, gehen über zur Regelung der Öffnungs- und Schließfunktion der Zellen, um dann die Funktionalität der Körpersysteme zu harmonisieren und die vollständig gewünschte Gesundheit wieder herzustellen.

            Aus Sicht der Prävention (Vorbeugung) und der Stärkung der Gesundheit ist die Übung der Lichtstruktur unseres Wesens der Ausgangspunkt. Auf diese Weise wird die energetische Struktur eine sehr gute Funktionalität haben und gleichzeitig findet ein Reglungsprozess unserer Bewusstseinsinhalte statt. Mit anderen Worten, wir werden sowohl energetisch wie auch aus der Sicht unseres Gefühlslebens, des psychischen Zustands ausgeglichen sein.

 

             Außergewöhnliche Phänomene

 

            Im Laufe der Zeit erschienen viele Phänomene, die als außergewöhnlich betrachtet werden: Um den Kopf verschiedener Personen konnte man ein strahlendes Licht beobachten. Alle haben schon einmal von der Aura gehört, dass der ganze Körper ein Licht ausstrahlt, welches von sehr empfindlichen Geräten nachgewiesen werden kann. Manchmal aber kann dieses Licht mit dem „bloßen Auge“ beobachtet werden. Es gab Situationen, in denen das Licht auch fotografiert werden konnte, wie dies vor nicht allzu langer Zeit bei den Meistern Di Ju Ming und Zhang Juan Ming der Fall war.

            Wenn Ihr neugierig seid, diese Bilder farbig ausdruckt und mit der Handfläche darüber fahrt (nicht all zu schnell aber auch nicht zu langsam), werdet Ihr das Aufkommen verschiedener Empfindungen in den Bereichen, wo das Licht ist, verspüren.

 

              

 

 

                        Das diagnostizieren der Gesundheit und des Niveaus in der Praxis mittels der Aura

             Die Theorien aus den energetischen Praktiken decken die Verbindung zwischen der Aurafarbe und unserem Gesundheitszustand auf. Die Aura des gesunden Menschen ist silberweiß. An den Stellen, an denen es energetische Funktionsstörungen gibt oder sogar auf der Zellebene, ist die Aura grau. In der bedrohlichen Situation, in der die Zellen ihre Funktion aufgeben, hat die Aura die Farbe schwarz.

            Aus der Sicht des energetischen Niveaus, aber auch des spirituellen Niveaus gibt uns die Farbe der Aura Aufschluss über einige Einzelheiten: je mehr jemand in der Praxis voranschreitet, desto mehr wechselt die Farbe seiner Aura von silberweiß zu rot, dann gelb, grün, blau, purpurrot, bis dann in wirklich ganz besonderen Situationen eine neue Aura in den Regenbogenfarben entsteht.

 

             Der Ruhezustand und das Licht

 

            Wenn wir die Augen schließen, uns entspannen und es uns tatsächlich gelingt, in einen Ruhezustand einzutreten, beobachten wir ein Licht, das hinter der Stirn strahlt. Je tiefer der Ruhezustand, je strahlender ist das innere Licht. Aber dann, wenn erneut verschiedene Gedanken auftauchen, bemerken wir dunkle Flecken in dem hellen Licht, das wir bis jetzt sehen. Aber irgendwann wird unser Verstand erneut unruhig, wenn wir auch weiterhin die Augen geschlossen halten, werden wir nur einen dunklen Raum sehen.

            Welche Lehre können wir daraus ableiten? Der Ruhezustand ist ein Zustand in dem sich das Licht in unserem Inneren manifestiert: Es ist, als ob wir eine Reinigung vollzogen hätten, und erblicken plötzlich ein Meer von Licht und dieses Licht betrachtend erfahren wir einfach das Glück. Ein Glück, das keinen Grund hat!

            Aber wenn unser Verstand unruhig ist, werden wir nur Dunkelheit sehen: In unserem Inneren ist es ähnlich wie, wenn die Sonne von Wolken verdeckt wäre. Deswegen wird behauptet, es ist wichtig unser Inneres aufzuräumen, die Spannungen zu beseitigen, die Ängste, die unerfüllten Dinge unseres Lebens und wir sollten uns daran gewöhnen, einen guten inneren Zustand beizubehalten.

            Das Geheimnis besteht darin, dass die Art, in der sich unsere inneren Zustände befinden, nicht von denen was in der Außenwelt geschieht, abhängen! Aber dies erfordert die Pflege des Inneren, die Entwicklung der Erkenntnisfähigkeit!